Höhlen
Den malaysischen Höhlen wird viel Mysteriöses nachgesagt. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass sie als die schönsten der Welt gelten. Die meisten Höhlen Malaysias stammen aus der Steinzeit, obwohl die ältesten in Sarawak auf über 60 Millionen Jahre geschätzt werden.
Obwohl größere Expeditionen von der Royal Geographical Society in London und der British Caving Research Association durchgeführt wurden, sind viele Höhlen bis in die Gegenwart noch nicht ganz erkundet. Dies macht sie zu einem sehr verlockenden Ziel für abenteuerlustige Naturfreunde.
Regelmäßige Besucher kommen schon einmal ins Staunen, wenn sie sehen, wie sich die Höhle innerhalb von nur Monaten durch das feuchte Klima Malaysias verändert und wie man den Stalagmiten und Stalaktiten fast bei ihrem Wachsen zusehen kann.
Malaysias Höhlen sind Lebensraum für viele exotische Lebewesen. Am berühmtesten ist der blinde Katzenfisch der Loagan's Cave und die Trapdoor Spinne der Batu Höhlen.
Das Skelett einer großen fossilen Katze im Dach der Gua Harimau in Kinta Valley ist ebenfalls ein faszinierender Anblick. Auch Perak ist für seine Höhlentempel weithin berühmt. Die am besten bekannten Höhlen sind Perak Tong und Sam Poh Tong, die etliche Buddha Statuen und religiöse Wandbilder enthalten.
Der Hindu-Tempel in der Batu-Höhle enthält Schreine der Hindu-Gottheiten und ist Veranstaltungsort des farbenfrohen religiösen Festivals Thaipusam.
Die Gomantong Höhle in Sandakan auf Sabah beheimatet tausende Schwalben, die in zwei großen Höhlen ihre Nester haben. Diese Nester werden für die chinesische Delikatesse Schwalbennestersuppe gebraucht.
Die Niah Höhlen in Sarawak haben an ihren Wänden einzigartige prähistorische Malereien, die bis in die Ursprünge der Menschheit zurückreichen. Ihre Kammern haben hunderte faszinierende Formationen. Die 52 km langen Mulu Höhlen in Sarawak sind das längste zusammenhängende Höhlensystem auf der Welt. Schätzungsweise vier Millionen Fledermäuse leben in diesem Höhlensystem.
| Höhle | Bundesland |
| Gua Kelam | Perlis |
| Gua Tempurung | Kampar, Perak |
| Kundu Cave | Gopeng, Perak |
| Gua Harimau | Perak |
| Batu Caves | Selangor |
| Gua Ikan | Kuala Krai, Kelantan |
| Taat Cave, Bewah Cave | Tasik Kenyir, Terengganu |
| Daun Menari, Luas Cave, Gua Telinga | Taman Negara, Pahang |
| Gomantong Cave | Sandakan, Sabah |
| Fairy Cave, Wind Cave, Jambusan Cave | Bau, North Kuching, Sarawak |
| Great Cave, Painted Cave | Niah National Park, Miri,Sarawak |
| Sarawak Chamber, Deer Cave, Green Cave, Clear Water Cave, Moon Cave, Turtle Cave | Mulu National Park, Sarawak |
Beste Reisezeit für Höhlentouren:
Höhlentouren werden normalerweise in der Trockenzeit von März bis Oktober unternommen. Sie dauern meistens einen Tag. Es besteht aber oftmals auch die Gelegenheit, in nahegelegenen Unterkünften zu übernachten und am nächsten Tag mit der Expedition fortzufahren. Übernachtungen in den Höhlen sind in den meisten Höhlen nicht möglich. Zur Erforschung einiger Höhlen wird eine Erlaubnis benötigt, die vom der lokalen Forstbehörde gegen Gebühr erworben werden kann.
Kleidung:
Für den Freizeithöhlenforscher ist alles, was er braucht, ein zuverlässiger Führer, ein Sicherheitshelm zum Schutz vor Steinschlag und eine starke Taschenlampe.
Erfahrene Höhlenforscher werden ihre eigene Karbit-Lampe, Verpflegung, Karabiner und Abseil-Equipment benötigen, wenn sie bis tief in die Höhle vordringen wollen.
Erstaunlicherweise sind tropische Höhlen nicht so feucht wie Höhlen in Europa oder Amerika. Besonders während schlechtem Wetter und starkem Regen kann es in ihnen ziemlich kühl sein, weshalb eine Kälteschutzjacke von Vorteil ist.
Wie bei allen Natur-Abenteuern ist die Erhaltung der Stalagmiten, Stalaktiten und aller die Höhle bewohnenden Lebewesen von höchster Wichtigkeit. In von Tieren bewohnten Höhlen vermeiden Sie bitte Blitzlichtfotografie, da Licht die in den Höhlen wohnenden Lebenwesen erschreckt.
Praktische Tipps:
Gehen Sie nur mit einem erfahrenen Führer in eine Höhle, niemals alleine. Erfahrene Führer können Sie in den Nationalparks oder an den selbst Höhlen engagieren. Viele malaysische Höhlen sind noch nicht ganz erforscht, geschweige denn geographisch erfasst. Nicht einmal ein erfahrener Höhlenforscher sollte sich alleine auf Entdeckungsreise begeben. Gruppengrößen von vier Personen werden empfohlen.
Obwohl einige Veranstalter Höhlentauchen anbieten, so ist vor diesem hochgefährlichen Sport nur zu warnen. Ausschließlich professionelle Taucher und Höhlenforscher sollten sich in Begleitung eines erfahrenen Führers auf Tauchtour begeben.
Überprüfen Sie auf jeden Fall bevor Sie sich in die Höhle begeben Ihre Ausrüstung, vor allem, wenn Sie planen, sich abzuseilen. Erfahrene Höhlenforscher empfehlen nicht länger als acht Stunden ohne Unterbrechung in der Höhle zu sein. Die meisten Höhlenbesichtigungen dauern jedoch weniger als drei Stunden.
Planen Sie vorher genau, wieviel Licht Sie in der Höhle benötigen. Ein Kilogramm Karbid erzeugt genug Helligkeit für ca. sechs bis acht Stunden. Denken Sie auf jeden Fall an eine Ersatz-(Taschen)Lampe und weiter Batterien für den Notfall.

Patienten mit Herzproblemen oder Platzangst sollten sich auf kurze Höhlbesichtigungen beschränken, die von Führern in Gruppen von 20 bis 40 Personen durchgeführt werden. Außerdem sollte man frei von Allergien gegen Kalkstein und Fledermäuse und deren "Hinterlassenschaften" sein.
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